Wolfgang Baxrainer, Aquarellist Hier erfahren Sie alles, wirklich alles über die Aquarellmalerei - von den Grundlagen bis zu unglaublichen Praxis-Tipps und Tricks

Fallminenstifte

Egal welches Fabrikat - die Minen sollten nicht zu dünn sein. Minimum 0,7mm. Und die Minen dürfen nicht zu weich sein, da das Aquarellpapier dann zu schnell verschmiert und schmutzig wird. 2B oder B ist ideal. Ich verwende Faber Castell.

Fallminenstift 2mm       Fallminenstift 1mm


Aquarellstifte und Kreidestift

Aquarellstifte verwende ich sehr selten, am ehesten bei meinen Kursen um die Möglichkeiten aufzuzeigen. Ich verwende diese Stifte niemals zum Vorzeichen da er zu leicht verschmiert (da ist ein Fallminenstift bzw. Graphitstift besser) sondern um eventuell punktuell dunkle Kanten zu verstärken. Mit dem weißen Aqua-Stift kann man kleine Bereiche aufhellen. Noch besser ist ein in Holz gefasster Kreidestift (kein Marker!). 
Tipp: Wenn man auf eine mit Aquarellstift gezeichnete Linie einen leicht mit Wasser befeuchteten Pinsel kurz darauf legt, sieht es auf wie gemalt...

Aquarellstift einzeln   Kreidestift einzeln


   

Malspachtel, Messer und Skalpelle

Malspachteln sind auch im Aquarell nutzbar. Zum wegschieben und Kratzen von noch leicht feuchter Farbe. Der Zeitpunkt (wenn die Farbe nicht mehr glänzt) ist dabei wichtig. 
Ich verwende auch gerne ein Taschenmesser dazu. Die Messerspitze und den gesamten oberen Bereich habe ich mit eien sehr feinen Schleifpapier stumpf geschliffen, um das Papier dabei nicht zu verletzen. 

Zum Kratzen auf trockenem Papier eigen sich Skalpelle mit einer leichten Rundung.
Verwenden Sie niemals ein Teppichmesser oder Cuttermesser zum Kratzen, das ist nicht abgerundet und das Papier wird zu leicht beschädigt!

Malspachtel 1   Malspachtel 2    Skalpell (mit abgerunderten Messer)


Praktisches Zubehör

Knetgummi-Radierer, eventuell eine Pipette (zum Anfeuchten von Näpfchen bzw. getrockneter Farbe, feinen Zerstäuber, eine alte Bon- bzw. Kreditkarte o.Ä.
Die Karte schneide ich diagonal durch und runde mit einem sehr feinen Schleifpapier (Körnung etwa 1500) die scharfen Ecken ein wenig ab.


Schwämme

Viskoseschwamm oder Haushalts-Schwammtuch zum Wasser absaugen des zu nassen Pinsels.

Für Reparaturen: Naturschwämmchen in verschiedenen Größen zum Entfernen von getrockneter Farbe. Diese sind meist in einem Malergeschäft billiger.


Rubblekrepp u. Rohrfedern

Rubbelkrepp bzw. Maskierflüssigkeit  in Fläschchen (verwende ich äußerst selten). Keinen "Stift", diese patzen und verkleben leicht.

Rohrfeder zum Zeichnen von Linien mit Aquarellfarbe, auch zum Auftragen von Makierflüsssigkeit, da man das angtrocknete Rubbelkrepp sehr leicht entfernen (abrubbeln) kann.
Ich schnitze meine Rohrfedern immer selbst aus Schilfrohr. Ist besser als Bambus.